Wärmestübchen öffnet am 1. November!

Im Winter gibt es zusätzliche Angebote für Wohnungslose – Unterstützung brauchen sie das ganze Jahr.

Das Wetter wird merkbar kühler, Wind und Regen sind schon da, der Winter steht vor der Tür – ein Leben auf der Straße kann bei solchen Bedingungen schnell lebensgefährlich sein. Die Hilfsangebote für Obdachlose der Stadtmission stehen Menschen in Not offen.

Betroffene können sich an Wochenenden und Feiertagen im Wärmestübchen am Güterbahnhof aufwärmen. Unter der Woche bietet die Hansestadt andere Möglichkeiten. Besucher kommen mit Helfern ins Gespräch, es gibt warme Getränke und bei Bedarf auch mehr. Um Wohnungslose vor dem Erfrieren zu bewahren, stehen zudem ganzjährig Notschlafstellen in Rostock am Güterbahnhof bereit.

Wärmestübchen und Nachtasyl am Güterbahnhof (Stadtmitte)

„Die Rostocker Stadtmission bietet jedem Menschen ohne Obdach ein Dach über dem Kopf“, sagt Rolf Gauck, Pressesprecher bei der Rostocker Stadtmission. „Auf der Straße muss niemand schlafen“.

Seit mehr als 100 Jahren kümmert sich der Verein in Rostocker um Obdachlose. Seit der Wende arbeiten die Hansestadt Rostock und die Rostocker Stadtmission eng miteinander zusammen, um obdachlosen Menschen die notwendige Hilfe anzubieten.

Ziel der Wohnungsnotfallhilfe der Stadtmission ist es, die Betroffenen nach und nach wieder an ein normales Leben heranzuführen: im Asyl am Güterbahnhof mit Mahlzeiten, mit Kleidung und Beratungsangeboten, im Integrativen Betreuungszentrum bei den nächsten Schritten: der Suche nach geeignetem Wohnraum, nach therapeutischer Hilfe, beim Kampf durch Anträge oder gar der Suche nach einem Job.

„Die Gesellschaft nimmt das Problem oft nicht wahr – erst wenn es kalt wird“ weiß Rolf Gauck. „Üblicherweise wird gerne für Kinder gespendet – Menschen am Rande der Gesellschaft mit psychischen oder Suchtproblemen haben es deutlich schwerer, gleiches Mitgefühl zu erfahren. Umso dankbarer sind wir über jede Spende oder Aktion, wie die im Dock In oder von Till Backhaus, bei der Obdachlose zu einem Weihnachstessen eingeladen werden.“

Gerade zur Weihnachtszeit kommt neben der Kälte die Einsamkeit. Um am Heiligen Abend, aber auch im ganzen Jahr keinen Menschen ohne Obdach im Stich zu lassen, sammeln die Stadtmission Spenden für den Hilfsfonds „Gaben der Hoffnung“ und dankt ausdrücklich jedem Spender.

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